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ASG — Adaptive Services Grid

Informationsmaterial

ASG

ASG (Adaptive Services Grid) ist ein integriertes Projekt unterstützt vom 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (6-th Framework Programme) im Forschungsprogramm Informationsgesellschaft (Information Society Technologies). Das Projekt hat am 01. September 2004 begonnen und wurde im Februar 2007 abgeschlossen. Es wurde von der Universität Potsdam koordiniert.

Das Hautpziel dieses Projektes ist eine offene Plattform zu entwickeln, die Entwurf, Implementierung, Aussuchen und Herstellung von adaptiven Services in Grid-Netzen unterstützt. Dabei werden Erfahrungen und Kenntnisse führender europäischer Forschungsinstitutionen bei Beteiligung der Telekommunikations- und Softwareunternehmen genutzt.

Es ist beabsichtigt, dass ASG das Web insofern revolutioniert, dass es sich zum Internet dritter Generation, des sog. Semantic Web entwickeln soll. Die bedeutendsten Änderungen betreffen Nutzung von populären Netzwerk-Services. Suche- und Abrufprozesse werden weitgehend vereinfacht sein. Im Idealfall werden sie lediglich darauf beruhen, unsere Wünsche in der Alltagssprache, also menschlicher Sprache zu formulieren.

Um sich das Wirkungspotential der Technologie Semantic Web Services in vollem Umfang bewusst zu machen, nehmen wir an, dass uns eine Reise von A nach B ansteht. Im Zentrum von B möchten wir ein Zimmer im billigsten Hotel buchen sowie ein Auto mieten. Mit Hilfe von Semantic Web könnte man eine solche Reise wie folgt planen: In einem semantischen Browser geben wir in einem Dialogfenster unseren Wunsch ein: "Finde ein Transportmittel von A nach B, buche ein Zimmer im billigsten Hotel in B und miete ein Auto." Dadurch wird ein Prozess aktiviert, der für optimale Ausführung unserer Anforderungen sorgen wird.

Wie soll es funktionieren? Vor allem dank einer formalisierten Sprache, die uns ermöglichen würde, sowohl Funktionalität von Services, als auch ihre nonfunktionalen Eigenschaften wie Leistungsvermögen oder Sicherheit zu beschreiben.

Diese Beschreibung würde auf Basis eines Wörterbuchs (Onthologie) zustande kommen, welches für alle auf der ASG-Plattform vorhandenen Services "verständlich" wäre. Dadurch, dass eine unter verschiedenen Applikationen kreisende Information für die Services aufgrund von Semantik verständlich wäre, könnten entsprechende Web Services automatisch gesucht und fernaktiviert werden. Dabei wird menschlicher Eingriff in diese Prozesse weitgehend reduziert werden. Diese Lösungen tragen sicherlich zu einer sprunghaften Entwicklung des Internets im Bereich elektronischer Handel bei.

ASTEC in ASG

Als Lieferant von IT-Lösungen und Forschungs- und Entwicklungsinstitution bringt ASTEC Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Implementierung von Software für die Industriebranche in das ASG-Konsortium ein sowie stellt Mitarbeiter, Hardware und Software zur Verfügung.

Im ASG-Projekt ist ASTEC für die Forschung und Entwicklung von Mechanismen verantwortlich, die eine maximale Automatisierung der Prozesse der Enstehung neuer Dienstleistungen innerhalb der ASG-Plattform sowie Anpassung der bereits im Netzwerk vorhandenen Services zum Ziel haben. Dieses Teilprojekt soll auf dem Paradigma MDA (eng. Model Driven Architecture) basieren, laut dessen die Applikation von einem von der Plattform unabhängigen Modell in Richtung eines abhängigen entwickelt werden soll.

ASG GUI

Zur Zeit wird in ASTEC an einem Prototyp einer Komponente (Plugin der Eclipse Umgebung) gearbeitet, die einem Entwickler die Anpassung eines bereits vorhandenen Services an die Anforderungen der ASG-Plattform ermöglicht. Der Adapter wird ein PIM-Modell (platform-independent model) des ASG-Services generieren und es mit Informationen aus der WSDL-Datei füllen, welche die Funktionalität eines angepassten Services beschreiben. Die zusätzlichen Daten bezüglich der Semantik werden dann von einem Entwickler ergänzt. Auf der Basis vom PIM-Modell wird anschließend ein PSM-Modell (platform-specific model) entwickelt, mit Hilfe dessen ein Code von Interfaces zur Anpassung eines vorhandenen Web Services an die Anforderungen der ASG-Plattform genutzt wird. Der Prototyp wird EJB-Komponenten generieren.

Partner im ASG Projekt



DaimlerChrysler


FH Furtwangen


Fraunhofer IESE


HPI at University Potsdam


Marketplanet


NIWA


NUIG


Polska Telefonia Cyfrowa


The Poznan University of Economics


Rodan Systems


Siemens AG


Swinburne University


Telekomunikacja Polska S.A.


Telenor Communications


Transit


University of Innsbruck


University Jyväskylä


University of Karlsruhe


University of Leipzig


University of Potsdam

ASG